Bassecourt - die aktuelle Nummer 1 im Kanton Jura

  • 25.11.2021

Die Mannschaft von Trainer Lulzim Hushi überzeugt bislang in dieser Saison. Aber beim Tabellenzweiten wird deswegen niemand zu euphorisch

Foto: Georges Henz
Foto: Georges Henz

Lulzim Hushi ist in bester Laune. Wenn er zum Training seines FC Bassecourt fährt, tut er das seit geraumer Zeit stets mit einem Lächeln im Gesicht. Der 47-jährige Coach ist mit den Jurassiern vorzüglich unterwegs, nach 13 Runden belegt das Team den zweiten Platz in der Gruppe 2, der Rückstand auf Leader Wohlen beträgt nur einen Punkt. Und darum ist Bassecourt aktuell die Nummer 1 des Kantons, noch vor Ligakonkurrent SR Delémont auf Rang 7.

«Wir erleben gerade eine schöne Geschichte», sagt Hushi, der seit 2019 im Amt ist und seit langem schon im Jura lebt. Der gebürtige Albaner kam noch vor der Jahrtausendwende in die Schweiz und spielte als Profi bei Delémont noch in der Nationalliga A unter Heinz Hermann sowie Michel Renquin.

Immer auf dem Boden bleiben

Nun ist der Sportlehrer selber Trainer, der Spass an seiner Arbeit hat, der mit Freude registriert, wie sich seine Mannschaft entwickelt. Aber Hushi hat in seiner Karriere erlebt, wie schnell es im Fussball zu Richtungsänderungen kommen kann. Darum sagt er: «Wir tun gut daran, mit beiden Beinen auf dem Boden und realistisch zu bleiben. Es läuft zwar sehr gut, aber wir sind uns bewusst, dass wir einiges dafür tun müssen, damit es so weitergeht.»

Hushi verzichtet deshalb darauf, schon in dieser Phase der Saison das Erreichen der Aufstiegsspiele zum grossen Ziel zu erklären. Und ein Aufstieg ist für ihn derzeit sowieso nicht das Thema. Die zweite Saisonhälfte sei für ihn so etwas «wie eine neue Meisterschaft», sagt er: «In der Winterpause werden vermutlich einige Teams in ihrem Kader Veränderungen vornehmen und Verstärkungen verpflichten. Das ergibt eine andere Ausgangslage.»

Einer der auffälligsten Spieler bei Bassecourt ist der gebürtige Angolaner Astor Kilezi, der Mann mit Challenge-League-Erfahrung (Xamax und Biel) bringt es auf bislang neun Tore. Ebenfalls zu den Leaderfiguren gehört Captain Charlie Mobili, der 27-jährige Franzose wurde einst bei Sochaux ausgebildet. Allgemein verfügt die Mannschaft über eine gute Mischung aus jungen, aufstrebenden Talenten aus der Region und Routiniers.

Start in die Rückrunde 

Zuletzt hat Bassecourt viermal in Serie gewonnen, und natürlich wünscht sich Lulzim Hushi nun einen Sieg zum Abschluss des Jahres in Langenthal (Samstag, 16 Uhr) - es handelt sich gleichzeitig um die erste Partie der Rückrunde. Gegen die Oberaargauer war zum Auftakt in die Saison ein 7:3 gelungen. Und wen zählt Hushi zu den Favoriten in der Gruppe 2? «Wohlen gehört mit seiner erfahrenen Mannschaft sicher dazu, Köniz ist nicht zu unterschätzen, auch Delémont hat einige Substanz im Kader. Und Höngg hat seine Qualitäten angedeutet. So oder so: Es wird spannend im neuen Jahr.» (pmb.)

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