YAPEAL Promotion League: Es geht los!

  • 06.08.2021

Wem ist der Aufstieg zuzutrauen? Wer setzt auf einen neuen Trainer? Und wie schlagen sich die Aufsteiger Biel und YB ll? Am Samstag erfolgt der Auftakt in eine Meisterschaft, die einiges an Spannung verspricht.

Yverdon hat den Sprint in der vergangenen Saison für sich entschieden. Nach 22 Runden standen die Waadtländer als verdiente Aufsteiger in die Challenge League fest. Nun beginnt eine neue Meisterschaft in der YAPEAL Promotion League (die Neobank YAPEAL ist der neue Presenting Partner der Ersten Liga und Namenssponsor der Promotion League) - und 2021/22 soll, so die grosse Hoffnung, nach zwei schwierigen Jahren endlich wieder das volle Programm absolviert werden können.

Als Absteiger aus der zweithöchsten Klasse startet Chiasso mit Ambitionen - und einem prominenten Neuzuzug. Alexander Farnerud hat sich den Südtessinern angeschlossen, der inzwischen 37-jährige Schwede mit Vergangenheit beim VfB Stuttgart, YB und Torino. Ausserdem steht mit François Affolter ein fünffacher Nationalspieler im Kader, dazu mit Daniel Pavlovic ein weiterer Mann mit reichlich Super-League-Erfahrung.

Bellinzona mit Paiva und Basic

Kantonsrivale AC Bellinzona hat mit João Paiva einen neuen Coach verpflichtet. Der frühere Stürmer des FC Luzern und von GC war zuletzt bei Dietikon in der 1. Liga tätig, er folgt auf Davide Morandi, der zum SC Kriens in die Challenge League wechselte. Der namhafteste neue Spieler ist Marko Basic. Der 33-Jährige kennt die Super League aus seiner Zeit bei GC, zuletzt stand er von Februar 2020 bis Frühjahr 2021 in China unter Vertrag.

Neu ist auch der Mann an der Seitenlinie von Brühl St. Gallen. Denis Sonderegger heisst er, und am 11. August feiert er seinen 30. Geburtstag. Der junge Trainer, der einst Videoanalyst bei Wil war und einmal auch für Sion die Gegner analysierte, sagt vor der ersten Partie gegen Zürich ll: «Unser primäres Ziel ist es, nach einer Sommerpause mit vielen Wechseln im Team nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Und die vielen jungen, hungrigen Spieler sollen die Gelegenheit erhalten, sich an das Niveau der Liga zu gewöhnen.» 

Rapperswil: Favoritenrolle

Für den Rheintaler Sonderegger, der bei Brühl auf Heris Stefanachi (zu GC U-18) folgte, gibt es mehrere Kandidaten für die Spitzenplätze. Neben den Tessinern erwähnt er auch den SC Cham, der in der Vergangenheit unter Trainer Roland Schwegler wiederholt für positive Schlagzeilen sorgte. Dazu glaubt er, dass auch der FC Rapperswil-Jona eine bedeutende Rolle übernehmen wird.

Die St. Galler machen aus ihren Ambitionen tatsächlich keinen Hehl. Das sagt auch ihr Trainer Brunello Iacopetta: «Wir verfügen über gute Voraussetzungen, um etwas Erfolgreiches aufzubauen. Die Qualität ist zweifellos vorhanden. Wir streben auf jeden Fall einen Spitzenplatz an.» Aber der 36-Jährige betont, dass es vermessen wäre, einen Alleingang der Rapperswiler zu erwarten: «Dafür ist die Konkurrenz in der Liga zu stark. Ich denke an die Tessiner Teams, aber auch an Cham. Biel sollte man nicht vergessen. Und zu rechnen ist auch mit Etoile Carouge.»

Nun sind es vier U-21-Teams

Biel hat die Ambition, mittelfristig in die Challenge League zurückzukehren. Präsident Dietmar Faes erklärte nach dem Aufstieg in die YAPEAL Promotion League, dass ein Verein dieser Grösse und mit der hervorragenden Infrastruktur die Anforderungen dafür erfülle. Bei YB, dem zweiten Aufsteiger, spricht Trainer Alessandro Mangiarratti von einer «anspruchsvollen Herausforderung», freut sich aber auf lehrreiche Monate mit einer jungen Mannschaft.

YB erhöht die Anzahl der U-21-Teams von Super-League-Clubs auf vier. Schon länger mit dabei sind die Teams von Basel, Zürich und Sion, und auch sie nützen diese Bühne, um junge Talente voranzubringen.

Einen Umbruch bewältigen muss Stade Nyonnais mit Trainer Anthony Braizat. Der Verein, der mit Challenge-League-Club Stade Lausanne kooperiert, sieht seine Hauptaufgabe darin, Talente zu fördern. «Der Star ist die Mannschaft», sagt Braizat, der trotz allem aber den Ehrgeiz hat, einen der ersten sechs Plätze zu belegen.

Zuversichtlicher Tabakovic

In Basel steigt Black-Stars-Trainer Samir Tabakovic zuversichtlich in die neue Saison. «Unser Kader verfügt über einiges an Qualität», sagt er, der mit seinem Team eine Klassierung «möglichst weit oben» anstrebt, aber auch für Geduld plädiert: «Wir haben einige wichtige Spieler, die verletzt waren oder nicht sind. Falls es am Anfang etwas harzig läuft, hat das seine Gründe.»

Und dann sind da auch noch Bavois, Breitenrain und YF Juventus Zürich, drei Clubs, die mit Hartnäckigkeit überzeugen und letzte Saison ihren Platz in der YAPEAL Promotion League souverän verteidigt haben. (pmb.)

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