Promotion League: Der Ball rollt wieder

  • 30.03.2021

Nach fünf Monaten Zwangspause wird der Spielbetrieb am Mittwochabend wieder aufgenommen. Leader Yverdon verfolgt dabei ein klares Ziel: den Aufstieg. Köniz hat sich für den Abstiegskampf mit zwei früheren Super-League-Fussballern verstärkt.

Vier Wochen dauerte die Vorbereitung, nun wird der Spielbetrieb fortgesetzt, weil die Promotion League als semiprofessionelle Liga eingestuft worden ist. Für das Komitee der Ersten Liga hat Priorität, dass zumindest die Vorrunde abgeschlossen wird, um die Meisterschaft werten zu können. Im Idealfall sollen deutlich mehr als 15 Runden in dieser Saison stattfinden.

Am Mittwochabend macht der Leader den Auftakt: Yverdon empfängt Breitenrain. Und die Waadtländer haben ein klares Ziel bis im Sommer: Sie streben den Aufstieg in die Challenge League an. Die Mannschaft von Trainer Jean-Michel Aeby blieb in den ersten zehn Partien ungeschlagen und weist fünf Punkte Vorsprung auf Cham auf - und das bei einem Spiel weniger. «Die Zeit ist gekommen», sagt Sportchef Serge Duperret, «wir wollen die Früchte ernten.»

Yverdon hat alles unternommen, um den Sprung in die zweithöchste Liga zu realisieren. Das Stadion ist für rund 8,5 Millionen Franken renoviert worden, und die meisten Spieler sind Profis. «Wir sind bereit für die Challenge League», betont Duperret, «das Gesicht des Kaders ist immer noch dasselbe wie zu Beginn der Saison. Wir haben alle den Ehrgeiz, den ersehnten Schritt zu machen. Den Beteiligten ist bewusst, dass nur das zählt.»

Köniz mit Glarner und Andrist 

Während Yverdon nach oben strebt, sieht die Situation für Köniz weniger freundlich aus. Die Berner belegen nach zwei Siegen und acht Niederlagen den vorletzten Platz. Aber sich dem Schicksal widerstandslos ergeben, das ist kein Thema. Der Klub hat sich mit Routiniers verstärkt, von denen sich Trainer Silvan Rudolf einiges erhofft: Stefan Glarner, langjähriger Captain des FC Thun, und Stephan Andrist, ebenfalls mit grosser Super-League-Erfahrung, tragen nun das Trikot des FCK. Dazu ist Ivan Harambasic temporär von Stade Lausanne zurückgekehrt.

Köniz reist am Gründonnerstag in die Ostschweiz, um die Mission Ligaerhalt gegen Brühl St. Gallen zu beginnen - gegen ein Team, das sich beachtlich schlägt und zur Verfolgergruppe von Yverdon gehört. «Für uns geht der Kampf gegen den Abstieg weiter», sagt Rudolf, «es gibt nur eins: Vollgas geben.»

Der Trainer, der seit nunmehr einem Jahr vollamtlich angestellt ist, freut sich wie die Spieler darauf, dass endlich wieder gespielt wird. Gleichzeitig sei eine gewisse Unsicherheit vorhanden: «Neue Coronafälle lassen sich leider nicht ausschliessen. Wenn welche auftreten, könnte das wieder erheblichen Einfluss auf den Spielkalender haben.» So gross die Lust auf Fussball ist, so gemischt sind die Gefühle, mit denen er den kommenden Tagen und Wochen entgegenblickt: «Ich kann nur hoffen, dass wir von weiteren Turbulenzen verschont bleiben. Die vergangenen Monaten kosteten viel Substanz - ich möchte das nicht noch einmal erleben.» (pmb.)

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