«Bei Breitenrain bin ich am richtigen Ort»

  • 25.08.2021

Martin Lengen (47) steht in seiner vierten Saison als Trainer des FC Breitenrain in der YAPEAL Promotion League - und blickt nach einem makellosen Start voller Vorfreude dem Spitzenkampf gegen den SC Cham entgegen.

Martin Lengen, Trainer des FC Breitenrain.
Martin Lengen, Trainer des FC Breitenrain.

Martin Lengen, dem FC Breitenrain ist der Auftakt perfekt gelungen. Sind Sie selber auch überrascht?

Ich hätte nicht einmal davon zu träumen gewagt, dass wir mit drei Siegen in Serie starten, zumal wir doch einige Abwesende hatten. Wir nehmen die neun Punkte gerne, geniessen den Moment auch, verlieren deswegen aber nicht den Bezug zur Realität. Uns allen ist klar, dass die sehr ausgeglichenen Partien auch einen anderen Verlauf hätten nehmen können. Wir hätten mit derselben Leistung das eine oder andere Mal genauso gut mit leeren Händen dastehen können.

Was neben der Punkteausbeute auffällt: Bislang liess Ihre Mannschaft keinen Gegentreffer zu.

Es ist eines unserer Ziele, die Anzahl Gegentore gegenüber der vergangenen Saison zu senken. 2020/21 erzielten wir zwar viele Treffer, liessen aber auch zu viele zu.

Wie gewinnt ein Team an defensiver Stabilität?

Das geht primär über das Bewusstsein, dass wir einander helfen müssen und solidarisch sein müssen. In einem Vorbereitungsspiel gegen Biel kassierten wir fünf Stück. Diese Lektion erhielten wir im richtigen Moment. Sie zeigte noch einmal in aller Deutlichkeit auf: Ohne Solidarität auf dem Platz funktioniert es nicht.

Werden Ziele angepasst, wenn man eine Saison so gut beginnt?

Nein, vorläufig sicher nicht. Breitenrain hat nicht den Anspruch, am Ende ganz oben zu sein oder gar in der Challenge League zu landen. Wir wollen nicht in den Abstiegskampf verwickelt werden und einen einstelligen Tabellenplatz erreichen, uns also im gesicherten Mittelfeld etablieren.

Haben Sie als Trainer persönliche Ambitionen?

Ich stehe in meiner vierten Saison bei Breitenrain und weiss: Hier bin ich am richtigen Ort. Was in einem Jahr sein wird, das lasse ich offen. Meine persönlichen Ambitionen sind überschaubar. Ich habe auch meinen Platz im Berufsleben gefunden, da müsste schon etwas sehr Spezielles passieren, damit ich daran etwas ändern würde. Fussball hat einen hohen Stellenwert, aber es gibt noch viele andere spannende Dinge daneben.

Am Samstag kommt es nun zum Spitzenkampf gegen den SC Cham. Was für einen Match erwarten Sie?

Ein umkämpftes, heisses Duell gegen eine Mannschaft, die eine starke Saison hinter sich hat, wieder gut gestartet ist und im Cup gegen den FC Luzern beim 0:1 einen hervorragenden Eindruck hinterliess. Wir freuen uns alle extrem auf den Samstag - und hoffen, dass wir unsere Serie mit saisonübergreifend sechs Siegen in sieben Spielen ausbauen können. (pmb.)

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