Maccoppis Lust auf Erfolg mit dem FC Chiasso

  • 09.09.2021

Der 34-jährige Italiener ist der Captain des Challenge-League-Absteigers - und beeindruckt von der Qualität der Promotion League. Für den Mittelfeldspieler ist klar: Seine Mannschaft soll ein gewichtiges Wort um den Aufstieg mitreden.

In der Saison 1992/93 wurde der FC Aarau überraschend Schweizer Meister - und für den FC Chiasso waren es vorläufig die letzten Monate in der Nationalliga A. Die Jahre danach waren geprägt von einem ständigen Auf und Ab: Mal gehörten die Südtessiner zur NLB beziehungsweise Challenge League, mal zur 1. Liga. Seit Sommer sind sie Teil der Promotion League und eine Mannschaft mit Ambitionen, in absehbarer Zeit wieder aufzusteigen.

Die Routiniers bei Chiasso

Das Projekt in Schwung bringen sollen vor allem Routiniers. Der Schwede Alexander Farnerud etwa, der nach Jahren in der Bundesliga (Stuttgart), der Super League (YB) und der Serie A (Torino) mit 37 Jahren bei Chiasso gelandet ist. Oder: Daniel Pavlovic, der 33-jährige Verteidiger mit Vergangenheit bei GC und in der Serie A (Frosinone, Sampdoria, Crotone). Oder: François Affolter, 30-jähriger Verteidiger und fünffacher Schweizer Nationalspieler. Und nicht zuletzt auch: Andrea Maccoppi, der Captain des Teams. Seine Aufgabe sieht er darin, den Jungen ein Vorbild zu sein und ihnen aufzuzeigen, was es braucht, um im Profibereich Fuss zu fassen: «Es ist wichtig, dass sie sich an die Leistungskultur gewöhnen.»

Der 34-jährige Italiener ist seit Oktober 2020 zurück im Club, für den er von 2014 bis 2016 bereits einmal gespielt hatte. «Für mich war es, als würde ich wieder nach Hause kommen», sagt der zentrale Mittelfeldspieler - obwohl aus der ersten Zeit bei Chiasso nur noch der Materialwart immer noch dabei ist. Fast fünf Jahre hatte Maccoppi zuvor in der Westschweiz verbracht, zuerst bei Lausanne, danach bei Servette. Jetzt fährt er in der Promotion League fort und sagt: «Es wäre eine grossartige Geschichte, wenn ich meine Karriere in der Challenge League beenden könnte.» Klar ist für ihn, dass er dem Fussball verbunden bleiben will. Er möchte Trainer werden und hat mit der Ausbildung bereits angefangen.

Nun geht es nach Basel

Wann er aber Schluss macht, das lässt Maccoppi offen. Zu sehr macht ihm der Alltag als Profi noch Spass, um an einen Rücktritt zu denken. Zu überzeugt ist er, dass er mit seinen Kollegen Grosses erreichen kann, also: den Aufstieg. «Wir haben auf jeden Fall das Potenzial, um ganz vorne dabei zu sein», sagt er, verweist aber auch auf die starke Konkurrenz: «Breitenrain, Carouge, Bellinzona, Rapperswil, Biel - es gibt viele ambitionierte Mannschaften in einer Liga, deren Qualität mich bislang positiv überrascht hat. Das Niveau ist hoch, die Qualität einzelner Spieler beeindruckt mich.»

In den ersten vier Runden blieb Chiasso makellos. Zuletzt gab es gegen Aufsteiger Biel beim 0:3 die erste Niederlage, und darum übernahm Breitenrain wieder die Tabellenführung. «Wichtig ist, dass wir eine schnelle Reaktion zeigen», sagt Maccoppi. Folgen soll sie am Samstag in der Nordwestschweiz gegen die U-21 des FC Basel, die mit einem Sieg zu Chiasso aufschliessen könnte. (pmb./jm.)

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