Bild: Twitter FC Luzern

Dieser FC Luzern macht sehr vieles richtig

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25.11.2022 08:29

Dieser FC Luzern macht sehr vieles richtig

Die U-21 von Trainer Michel Renggli führt die YAPEAL Promotion League an. Die Mannschaft lieferte bislang bemerkenswerte Leistungen ab - und hat Lust auf mehr.

Die Ungewissheit ist gross vor der Saison, die Frage, die im Raum steht, ist vor allem die: Wie schlägt sich die U-21 des FC Luzern in der für ihn neuen YAPEAL Promotion League? Einen Platz in der dritthöchsten Schweizer Spielklasse erhielten die Zentralschweizer dank einer Wildcard, und klar war auch: Es wartet eine ambitionierte Konkurrenz.

Nach 17 Runden haben die Luzerner eine erste, durchaus schlüssige Antwort: Sie halten nicht nur mit, sondern übernehmen eine starke Rolle. Sie führen die Liga an, haben 13 Partien gewonnen und dabei 47 Tore erzielt, so viele wie kein anderes Team.

«Beeindruckende Mentalität»

Das hat nicht zuletzt mit der Arbeit des Trainers und dessen Staff zu tun. Michel Renggli heisst der Chef, der ehemalige Profi ist ein Rückkehrer - vergangene Saison betreute er die U-21 des FC Basel. Nun hat er entscheidenden Einfluss darauf, wie sich der FCL präsentiert. «In der Mannschaft herrscht ein gutes Klima», sagt Renggli, «die Spieler zeichnet eine beeindruckende Mentalität aus: Durch den Konkurrenzkampf treiben sie sich gegenseitig zu noch besseren Leistungen an.»

Renggli legt Wert auf die spielerische Note. Lange Bälle sind etwas, das möglichst vermieden werden soll. Das Team ist inzwischen so in sich gefestigt, dass Detailarbeit verrichtet werden kann. Was ebenfalls ganz wichtig ist: die individuelle Ausbildung. «Wir bekommen es gut hin, dass wir zum einen Erfolg haben, aber auch jeder einzelne besser wird», so der Coach.

Zwischendurch kann er auf Fussballer zurückgreifen, die bereits einen Profivertrag besitzen und unter der Woche mit der ersten Mannschaft trainieren. Einer von ihnen ist der erst 18-jährige Nando Toggenburger, ein gebürtiger Urner, der einst bei Erstfeld anfing und als Junior in die Löwenschule der Luzerner stiess. Beim jüngsten 5:1 gegen Etoile Carouge steuerte der Stürmer gleich drei Tore bei - und jeder Auftritt in der U-21 betrachtet er auch als Möglichkeit zu zeigen, dass er zu Recht einen Profivertrag unterschreiben durfte.

Natürlich ist es seine Ambition, einmal regelmässig in der Super League zum Einsatz zu kommen. Aber ihm macht es nichts aus, die Kollegen in der YAPEAL Promotion League zu verstärken, im Gegenteil. «Ich spiele einfach gerne Fussball, und es ist cool, das in diesem Team tun zu dürfen», sagt er.

Toggenburger Debüt bei den Profis

Früher eiferte Toggenburger dem Spanier Fernando Torres nach, heute zählt er den Engländer Harry Kane zu seinen Vorbildern, «sein Stil gefällt mir einfach». Der junge Luzerner hat auf höchster Stufe bereits schnuppern dürfen, in der Vorrunde wechselte Cheftrainer Mario Frick ihn dreimal ein. Beim abschliessenden Auftritt in Bern gegen YB durfte sich Toggenburger gleich eine Halbzeit lang präsentieren.

Spieler wie er bereiten Michel Renggli grosse Freude und erleichtern ihm die Arbeit: «Sie zeigen Lust am Spiel, sie wollen sich entwickeln und müssen nicht für jede Trainingseinheit motiviert werden», erklärt er, «sie sind sich bewusst, was es braucht, um den Durchbruch zu schaffen und sind bereit, entsprechend viel zu investieren.»

Zweimal noch steht der FCL dieses Jahr im Einsatz: Am Samstag kommt es in der heimischen Swissporarena zum Duell mit Breitenrain, eine Woche später geht es in die Westschweiz zu Aufsteiger Bulle. Der Aufstieg ist aus reglementarischen Gründen zwar nicht möglich, aber gleichwohl wollen die Luzerner am Ende der Saison auch da sein, wo sie derzeit stehen: an der Tabellenspitze. «Unabhängig davon, ob ein Aufstieg möglich ist oder nicht: Wir alle sind vom Ehrgeiz getrieben, nicht nachzulassen», sagt Renggli. Und: «Bis jetzt haben wir einiges richtig gemacht. So darf es weitergehen.» (pmb.)