Marc Tanner: Treu und wertvoll

  • 21.08.2019

Marc Tanner, der Captain des in die 1. Liga zurückgekehrten Baselbieter Vereins SV Muttenz, spielt schon seine elfte Saison im Club und hat alle Höhen und Tiefen erlebt. Er ist überzeugt, dass sein Team den Klassenerhalt schaffen wird.

Der SV Muttenz und Marc Tanner – das ist eine Kombination, die man sich getrennt fast nicht vorstellen kann. Und dennoch gab es Momente, in denen der Captain und Abwehrchef nicht in Muttenz spielte. Das war in den Anfängen der Jugendzeit so, als er beim FC Münchenstein ausgebildet worden war. Mit 16 aber kam er zum SV Muttenz und ist dem Club seither treu – mit einer Ausnahme, als er von seinem heutigen Trainer Peter Schädler nach dem Abstieg der Muttenzer für die Saison 2013/2014 zum FC Concordia Basel in die 1. Liga gerufen worden war.

Insgesamt stieg Tanner in diesem Sommer in seine 17. Saison beim SV Muttenz, die elfte davon in der ersten Mannschaft. Und gerade erlebt er seine sechste persönliche Spielzeit in der 1. Liga. Der Verein musste sich nach der Relegation 2013 neu aufstellen, er stieg bis in die 2. Liga regional ab – ist nun aber im Schnellzug zurückgekehrt, seit Schädler das Kommando auf dem Margelacker übernommen hat.

Zuletzt standen zwei Aufstiege in Folge – und mit 33 Jahren schöpft Marc Tanner in der neuen Spielklasse noch einmal grosse Motivation. „Es tut uns allen gut, nun wieder an die Grenzen gehen zu müssen und diese womöglich auch nach oben zu verschieben“, sagt er nach dem Saisonstart, der nach einem 1:1 gegen Bassecourt zum Auftakt eine 1:4-Niederlage gegen den FC Biel-Bienne brachte. „Wir konnten 60 Minuten auf Augenhöhe mithalten, dann jedoch hatten wir in der letzten halben Stunde zu beissen.“ Das sei nicht ganz verwunderlich, wenn man berücksichtige, dass einige Bieler Spieler jahrelange Erfahrung in der Challenge League haben "und bei uns die meisten vor zwei Jahren noch in der 2. Liga regional kickten".

Diese Umstände einzuordnen, dafür ist Marc Tanner als Führungsspieler verantwortlich. „Es ist wichtig, dass wir unseren Weg weitergehen und nicht wegen Niederlagen den Faden verlieren“, ordnet er die sportlichen Verhältnisse mit der nötigen Distanz und Erfahrung ein. Der Klassenerhalt steht für ihn und den SV Muttenz deshalb im Vordergrund, „ein einstelliger Tabellenplatz wäre noch besser“, so Tanner. Die Muttenzer verfügen über ein grosses Kader, die Intensität und Quallität im Training sei hoch.

Der Trainingsumfang von drei wöchentlichen Einheiten wurde bewusst nicht erweitert, „das war auch für mich wichtig“. Denn der Aufwand in der 1. Liga ist gegenüber der 2. Liga interregional, wo es noch viele lokale Derbys gab, in Sachen Reisewege erheblich grösser. „Das nehmen wir aber in Kauf, denn wir wollten alle aufsteigen und wussten, was auf uns zukommt. Wir sehen das als Herausforderung sehr positiv.“

(ds / Bild: Alan Heckel)

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