1. Liga, Gruppe 3 - Saisonvorschau 2019/20

  • 01.08.2019

Erneut Tuggen? Vielleicht Thalwil oder Eschen-Mauren? Oder etwa Red Star? Die Gruppe 3 der 1. Liga liefert genügend Stoff für Diskussionen. Und sie hat mit Paradiso auch einen ambitionierten Aufsteiger am Start.

Wer sich nach Favoriten für die Saison 2019/20 umhört, bekommt einen Club wiederholt genannt: Tuggen. Adrian Allenspach, bald 50-jähriger Trainer mit NLA-Vergangenheit in den 90-er Jahren (Aarau, St. Gallen, Sion), sagt: «Es wäre gut, wenn wir die Aufstiegsspiele erreichen würden.» Das schafften die Schwyzer in der vergangenen Saison, scheiterten aber an Etoile Carouge. Einer der Leistungsträger ist der frühere Nachwuchs-Nationalspieler Kim Jaggy (36).

Ein forsches Tempo schlägt der FC Thalwil an, zumindest auf seiner Website. «Wir können damit stolz behaupten, Transfersieger der Ersten Liga zu sein», heisst es da. Trainer Marco Bolli relativiert aber: «Wir haben uns gut verstärkt, sind auf dem Papier besser als zuletzt und möchten uns nach oben orientieren.» Verstärkung gibts unter anderem vom FC Schaffhausen - in Form einer Tribüne, die im alten Breite-Stadion stand und übernommen werden konnte.

Auch Eschen-Mauren wird einiges zugetraut. Coach Erik Regtop, holländischer ex-Profi (St. Gallen) hätte nichts dagegen, wenn die Saison mit dem Aufstieg in die Promotion League enden würde. Allerdings befürchtet er, dass dies für einige seiner Spieler nicht zwingend erstrebenswert ist, «weil der Aufwand eine Stufe höher noch grösser würde».

Gut verstärkt hat sich auch Red Star. Kay Voser (3-mal Meister mit Basel) ist neu zum Team gestossen. Seit Ende Dezember und seiner Zeit bei Charlotte Independence war der 32-Jährige ohne Club. Ebenfalls neu im Kader steht Martin Büchel (32), der für Liechtenstein 75 Länderspiele bestritt. «Eine Klassierung unter den ersten Fünf», so formuliert Yves Cornioley, Leiter Spielbetrieb, die Vorgabe, «wir stehen nicht unter Druck, die Aufstiegsspiele erreichen zu müssen.»

Mit neuem Coach startet Gossau. Patrick Winkler, der jahrelang für St. Gallen und Wil spielte, hat das Kommando übernommen. Der 46-Jährige trifft unter anderem auf den FC Balzers - den er in der vergangenen Saison in die 1. Liga geführt hat. Und neu ist der Coach auch beim FC Linth: Fabio Digenti hat Roland Schwegler ersetzt. Seine Prognose: «Es wird eine sehr ausgeglichene Meisterschaft. Wenn wir einen guten Start erwischen, kann uns eine sehr gute Saison gelingen.» Zugetraut wird das auch Wettswil-Bonstetten: Der FCWB verpasste 2018/19 die Aufstiegsspiele nur knapp.

Neu in der Gruppe 3 ist der FC Paradiso. Die Mannschaft aus einer Nachbargemeinde Luganos hat einen Umbruch hinter sich. Aber Trainer Andrea Lanza, der mit Paradiso schon in die 2. Liga Inter aufgestiegen war, sagt vor seiner vierten Saison: «Wir haben einige Spieler mit 1.-Liga-Erfahrung. Priorität hat der Ligaerhalt, aber wir sind schon ambitioniert.»

(pmb)

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