1. Liga, Gruppe 2 - Saisonvorschau 2019/20

  • 01.08.2019

Von Biel über Solothurn, Delémont, Baden und Schötz bis Wohlen: Ins Rennen um eine Qualifikation für die Aufstiegsspiele der Gruppe 2 der 1. Liga wollen mehrere Vereine eingreifen - und haben ihre Kader entsprechend gestaltet.

Der FC Biel nimmt die neue Saison mit neuem Trainer ins Visier: Anthony Sirufo, französischer ex-Profi, hat Kurt Baumann abgelöst. Sportchef Mauro Ierep erhofft sich von Sirufo, dass er ähnlich erfolgreich arbeitet wie zuletzt bei Ligakonkurrent Bassecourt. «Wenn wir unser Ziel erreichen und an den Aufstiegsspielen teilnehmen können, wollen wir auch den nächsten Schritt machen - und die Promotion schaffen», sagt Ierep.

Baden ist der nächste Kandidat. Trainer Ranko Jakovljevic zählt sein Team zwar zu den Mitfavoriten, schränkt aber ein: «Wir haben nicht die finanziellen Möglichkeiten, um uns ein sehr breites Kader zu leisten.» Der FC Solothurn, der wie Baden vergangene Saison in den Aufstiegsspielen scheiterte, hat mit Jürg Widmer anstelle von Dariusz Skrzypczak (neu Assistenztrainer bei Lech Posen) einen neuen Coach, der sagt: «Wir müssen einen Umbruch bewältigen. Darum ist es nicht die absolute Vorgabe, ganz vorne dabei sein zu müssen. Aber wenn es soweit kommt, nehmen wir das gerne.» Einen prominenten Neuzuzug verzeichnen die Solothurner: Marco Mathys (32) war zuletzt Profi bei Vaduz, davor in St. Gallen.

Ebenfalls zum Kreis der Anwärter gehört die SR Delémont. Trainer Philippe Rossinelli soll die Jurassier, so der Wunsch der Verantwortlichen, in die Aufstiegspoule führen. «Wir stellen uns auf eine harte, ausgeglichene Meisterschaft ein. Und wir haben ein nahrhaftes Programm zum Start: Baden auswärts, Langenthal daheim, Wohlen auswärts, Solothurn auswärts», sagt Rossinelli, der in Delémont gross geworden ist und zu Nationalliga-A-Zeiten einmal Sportchef der SR war.

Da ist auch noch der FC Wohlen, der Absteiger aus der Promotion League. «Wir wollen eine gute Rolle spielen», sagt Assistenztrainer Alessandro Vicedomini, «und vorne mit dabei sein.» Kopf der Mannschaft ist der frühere Profi Marko Muslin (34). Nicht mehr ist dafür Alain Schultz. Und schliesslich rechnet sich auch der FC Schötz einiges aus. Trainer Andé Grüter meldet jedenfalls: «Wir haben eine starke Mannschaft beisammen. Und wenn auch einige andere dieses Ziel auch haben: Wir streben die Aufstiegsspiele an.»

Und daneben? Viele Fragezeichen, von Zug über Buochs (mit dem neuen Trainer Thomas Heitzmann), Bassecourt, Goldau, Muttenz, die U-Teams von GC, Luzern und Langenthal. A propos FC Langenthal: Dessen Coach hat in der Szene einen legendären Ruf. Willy Neuenschwander. Der 71-Jährige begann mit 24 als Spielertrainer und macht nicht den Eindruck, nach 47 Jahren im Geschäft müde zu sein. Vor dem Auftakt sagt er: «Wir möchten uns nach zwei Jahren, in denen wir uns spät den Ligaerhalt sicherten, in der oberen Tabellenhälfte etablieren.»

(pmb / Bild: Alain D. Boillat)

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