1. Liga, Gruppe 1 - Saisonvorschau 2019/20

  • 01.08.2019

Marco Walker soll die Oberwalliser an die Spitze der Erstliga-Gruppe 1 führen, die Genfer des Lancy FC streben den Aufstieg an - und Echallens hat mit einem Aargauer Präsidenten auch hohe Ambitionen.

Der FC Oberwallis Naters startet mit einem bekannten Gesicht als Coach in die neue Saison: Marco Walker ist zum neuen Chef ernannt worden. Der 49-Jährige, der einst zehn Länderspiele bestritt und lange beim FC Basel im Trainerstab arbeitete, soll den Club Richtung Promotion League führen. Das jedenfalls ist das Ziel von Präsident Hans Ritz: «Wir erhoffen uns von Marco Walker, dass er die Konstanz hinbekommt, die zuletzt fehlte.» Und: «Wir haben das Ziel, dass wir ganz vorne dabei sind.» Naters unterstreicht seine Ambitionen mit fortschrittlichen Strukturen. Den Spielern werden unter der Woche auch zwei Morgentrainings angeboten.

Bei Kantonsrivale Martigny-Sports wünscht Präsident Fabrice Martina eine Fortführung der bisherigen Arbeit mit der Integration junger Talente. Und: «Wir möchten hinter Sion die Nummer 2 im Wallis werden», sagt Martina. Mit Florian Berisha wurde ein Mann aus Yverdon geholt, der über Erfahrung als Profi verfügt.

Zu den grössten Aufstiegsfavoriten wird gemeinhin der FC Lancy gezählt. Der letztjährige Fünfte hat laut Co-Präsident Didier Henriod die Promotion League im Visier: «In den nächsten zwei Jahren soll dieses Ziel erreicht werden. Wir haben gute Voraussetzungen mit einer verjüngten Mannschaft und stabilen Strukturen im Club.»

Ebenfalls gute Chancen werden Meyrin eingeräumt. Der Verein hat personell aufgerüstet: Fabrizio Zambrella, der bei Servette gross und später Profi im Ausland wurde, ist eines der bekannten neuen Gesichter, der Senegalese Ibrahim Tall ein anderes.

Vevey, in den 80-er Jahren gar in der Nationalliga A, hat mit einem professionelle Staff Ambitionen wie Echallens, das von Lausanne-Ouchy drei Spieler verpflichtete und den Trainerposten mit John Dragani neu besetzte - er ist der Nachfolger des früheren Nationalspielers Alexandre Comisetti. Echallens-Präsident Fritz Aeschbach wünscht sich eine Rangierung «unter den ersten drei». Der gebürtige Aargauer sagt: «Wir haben gute Transfers getätigt und haben eine sehr ausgeglichene Mannschaft.» Unerschrocken geht sein Verein auch an die erste Aufgabe im Cup heran: «Der Gegner heisst zwar Servette, trotzdem möchten wir uns für die nächste Runde qualifizieren.»

Neu in der Liga ist Olympique de Genève. Der Club ist ein Produkt der Fusion von Athlétique-Régina und Saint-Jean, startete 2013 in der 3. Liga und stieg mit elf Punkten Vorsprung auf. Nun haben sich die Genfer mit 1.-Liga-erfahrenen Fussballern verstärkt und die Qualität im Kader erhöht. Trainer Robert Mueller sagt: «Wir sollten nicht zu euphorisch werden, wollen uns aber auch nicht verstecken. Wir sind noch besser geworden.»

(pmb)

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