Black Stars Basel: Der dritte Anlauf gegen den FC Zürich

  • 13.08.2019

Der FC Black Stars Basel hat als Aufsteiger einen starken Start in der Cerutti Il Caffé Promotion League hingelegt und trifft am Wochenende zum dritten Mal seit 2012 im Schweizer Cup auf den FC Zürich.

Samir Tabakovic, der 51-jährige Trainer des FC Black Stars Basel, spricht in diesen Tagen vor allem über ein Thema: Erholung. Mit seinem Team ist der bosnische Fussballlehrer, der 1994 als Verteidiger die Rückkehr des FC Basel 1893 in die Nationalliga A erlebt hatte, fulminant in die Saison 2019/2020 gestartet. Innerhalb einer Woche holte der Basler Quartierverein gegen die U-21 des FCB, den SC Cham und die AC Bellinzona sieben Punkte. „Das sind alles Gradmesser und Spitzenteams, so gesehen bin ich mit dem Saisonstart sehr zufrieden.“

Gleichzeitig sagt der Trainer aber auch, dass die Spiele viel Kraft gekostet hätten, zumal „nicht alle Spieler schon bei 100 Prozent sind“. In der Woche vor dem Spiel im Helvetia Schweizer Cup gegen den FC Zürich setzt er deshalb primär auf Regeneration. Die Zürcher hat Tabakovic am vergangenen Sonntag im Letzigrund in der Partie gegen Neuchâtel Xamax persönlich beobachtet. „Der FCZ bleibt gegen uns absoluter Favorit. Sie haben ihre Stärken auf der linken Seite, und die gross gewachsenen Spieler könnten uns Probleme bereiten“, sagt er und sieht auch Chancen: „Der FCZ ist nach dem resultatmässig nicht gelungenen Saisonstart etwas unter Druck, sie bekommen leichte Gegentore. Wir werden sicher versuchen, mitzuspielen und es möglichst spannend zu machen.“

Für Tabakovic und den FC Black Stars ist es nach 2012 und 2014 bereits das dritte Duell im Schweizer Cup gegen den FCZ. 2012 unterlag man im St. Jakob-Park mit 1:3, 2014 ging es auf der Schützenmatte sogar in die Verlängerung, in der erst der Tunesier Amine Chermiti mit dem Tor zum 2:1 für die Entscheidung zugunsten der Zürcher hatte sorgen können. Wie schon bei den letzten zwei Vergleichen blieben die Nebengeräusche im Vorfeld der Cuppartie nicht aus. Der FC Black Stars kann – im Gegensatz zum Duell gegen den FC St. Gallen im Jahr 2016 – wiederum nicht auf seinem heimischen Kunstrasen der Sportanlage Buschweilerhof antreten, aus Sicherheitsgründen. Die veranschlagten Kosten von rund 110‘000 Franken allein für den Polizeieinsatz und bauliche Massnahmen für den Gästesektor der Zürcher Fans würden das Budget des Clubs sprengen, jedoch bestehen deutliche Anzeichen, dass sich der Kanton Basel-Stadt erkenntlich zeigen wird.

Für Samir Tabakovic, der den FC Black Stars 2017/2018 nach einem Abstecher zum Stadtkonkurrenten BSC Old Boys zum zweiten Mal übernommen hat, steht ohnehin die sportliche Komponente im Vordergrund. Das Team, das seit 2012 von der 2. Liga interregional bis in die Promotion League aufgestiegen ist, wurde vom starken Mann im Verein, Sportchef Peter Faé, auf die aktuelle Saison nur punktuell verstärkt. Almin Mislinovic, der einst im Nachwuchs von Schalke 04 ausgebildet wurde, kam vom SV Weil, Stürmer Robin Adamczyk aus Chiasso. Wie viele Kaderspieler bei Black Stars, vor allem in der Defensive, wurde auch er einst im Nachwuchs des FC Basel 1893 gross. Einer von ihnen ist Abwehrchef Ricardo Farinha e Silva, der als einziger Spieler neben Trainer Tabakovic zum dritten Mal im Cup gegen den FCZ antreten wird.

(ds / Bild: eh-presse/Edgar Hänggi)

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